Martin Essl
Nachhaltiges Wirtschaften bringt Erfolg auf allen Ebenen. Dieser Leitsatz des Forum Obermayerhofen zieht sich wie ein roter Faden durch das Gespräch mit Martin Essl.
Nach dem Verkauf des Familienunternehmens bauMax hat Martin Essl seine zweite Lebenshälfte bewusst jenen Themen gewidmet, bei denen er einen gesellschaftlichen „Missing Link“ sieht: Menschen mit Behinderung, Inklusion, Zugang zu Bildung, Arbeit, Kunst und politischer Teilhabe. Über die Essl Foundation und das Zero Project engagiert er sich für eine Welt ohne Barrieren. Das Zero Project wurde von der Essl Foundation gegründet und fokussiert seit Beginn die Rechte von Menschen mit Behinderung und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
Im Gespräch erzählt Martin Essl von berührenden Beispielen wie Be My Eyes, von globalen Innovationsnetzwerken, von Konferenzen bei den Vereinten Nationen in Wien und von der Kraft, sozialen Wandel nicht als Träumerei, sondern als wirksame gesellschaftliche und wirtschaftliche Aufgabe zu verstehen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Kunst für alle Menschen zugänglich werden kann. Für Martin Essl ist Kunst kein Luxus, sondern ein Erfahrungsraum, der Perspektiven öffnet, Kreativität stärkt und Lebensqualität ermöglicht. Das Zero Project widmet sich mit Inclusive Arts innovativen Formen von Kunst und Ausdruck, die Menschen mit Behinderung aktive Teilhabe ermöglichen.
Auch die Verbindung zum Forum Obermayerhofen wird klar: Nachhaltigkeit darf nicht nur ökologisch verstanden werden. Sie muss sozial, kulturell, wirtschaftlich und menschlich gedacht werden. Genau hier sieht Martin Essl die besondere Stärke des Forums: Unternehmerinnen und Unternehmer, die hands-on sind, Verantwortung übernehmen und Wirkung in ihrem eigenen Umfeld erzeugen wollen. Der Podcast wert(e)voll stellt genau diese Frage ins Zentrum: Wie gelingt Wirtschaften, das erfolgreich und zugleich verantwortungsvoll, zukunftsfähig und menschlich bleibt?
In dieser Folge geht es um
- warum Martin Essl seine zweite Lebenshälfte der gesellschaftlichen Wirkung widmet
- wie aus persönlichen Erfahrungen die Essl Foundation und das Zero Project entstanden sind
- warum 15 % der Weltbevölkerung mit Behinderung noch immer zu oft übersehen werden
- wie Innovationen wie Be My Eyes Selbstbestimmung ermöglichen
- weshalb soziale Nachhaltigkeit ein wesentlicher Teil von nachhaltigem Wirtschaften ist
- warum Kunst, Museen und kulturelle Teilhabe barrierefrei gedacht werden müssen
- wie Unternehmen durch die Integration von Menschen mit Behinderung stärker werden
- warum Wirkung nicht bei der guten Absicht stehenbleiben darf
- was Martin Essl Menschen mitgibt, die selbst etwas beitragen wollen
Ein Kerngedanke aus der Folge
„Der Sozialbereich darf niemals eine soziale Träumerei bleiben. Er muss gesellschaftliche und wirtschaftliche Wirkung haben.“
Und als Lebenshaltung: „Aufstehen, Krone richten und weitergehen.“
Links zur Folge
Zero Project: https://zeroproject.org
Forum Obermayerhofen: https://forum.obermayerhofen.at
Karola Sakotnik: https://karolasakotnik.com
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